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Die Ruine Flochberg – Ein Projekt der Klassenstufe 6

Welchem Schüler passiert es nicht hin und wieder, statt dem Unterricht aufmerksam zu folgen, den Blick aus dem Fenster des Klassenzimmers schweifen zu lassen? Von vielen Fenstern des Bildungszentrums rückt dabei das für Bopfingen neben dem Ipf wichtigste Wahrzeichen der Stadt ins Blickfeld: Die Ruine Flochberg. Die markanten Mauerreste auf dem Hügelplateau sind im visuellen Gedächtnis eingebrannt. Aber was wissen wir darüber hinaus? Wann und warum wurde die Burg erbaut? Welche Größe und Bedeutung hatte diese?  Warum zeugen nur noch wenige Mauerreste von der Existenz der Burganlage? Wer kümmert sich um deren Erhalt?

Zum Glück gibt es in Bopfingen Experten, die für unsere Fragen die richtigen Antworten parat hatten. Herr Gerhard Schmied und Herrn Martin Dreher vom Förderverein zur Erhaltung der „Burgruine Flochberg“ e.V.  standen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort.

Am Freitag, den 5. Juli, fand unter der Leitung von Herrn Schmied eine theoretische Einführung statt. Der Schwerpunkt lag auf der geschichtlichen Entwicklung und den bautechnischen Besonderheiten der Burg. Highlight war hierbei eine Videovorführung, bei der in einem virtuellen Rundgang die Burg, so wie sie während ihrer Blütezeit ausgesehen haben soll, wieder auferstanden ist. Grundlage der Videoanimation war ein von Herrn Schmied nach jahrelanger Recherchearbeit nachgebautes Burgmodell. Dieses Modell kann im Museum im Seelhaus der Stadt Bopfingen im Original bestaunt werden.

Ziel des Wandertages am Ipfmessmontag war die Ruine Flochberg. Dort trafen die Sechstklässler Herrn Martin Dreher. Unter fachkundiger Führung konnten die Schülerinnen und Schüler so einen Eindruck über die Ausmaße der Burg erlangen und erhielten einen Einblick, wie die Mauern und das Gelände für die Zukunft erhalten werden kann Zudem gingen die Kinder auf Schatzsuche. Durch Erdbewegungen im Zuge der Verbreiterung eines Weges auf dem Gelände der Burg, kamen Fundstücke an die Oberfläche, die jahrhundertelang verschütten waren. Neben Bruchstücken von alten Dachziegeln, zählten auch Tierknochen, die vermutlich aus Abfällen der Burgküche stammten, zu den Fundstücken der Schülerinnen und Schüler.

Ein herzliches Dankeschön an unsere zweit Experten Herrn Gerhard Schmied und Herrn Martin Dreher.