
Ich bin ein Mensch.
Ein Mensch bin ich.
Bin ich ein Mensch?
Diese Wörter stammen aus dem Lied „Keine Maschine“ von Tim Bendzko. Wenn man die Satzglieder umstellt, erhält man neben zwei Aussagesätzen den Fragesatz, ob „ich“ ein Mensch bin.
Sicherlich würde jede und jeder von euch, liebe Leserinnen und Leser, die Frage mit „Ja“ beantworten: Ja, ich bin ein Mensch! Was denn sonst?
In einem eindrucksvollen Impuls mit dem Thema „Ich bin ein Mensch …“ in der katholischen Kirche St.Joseph in Bopfingen zeigten dies Schülerinnen und Schüler der Realschule Bopfingen. Bei einer Choreographie, die zuerst von einigen Schülerinnen veranschaulicht wurde, sollten die Gäste mitmachen und ihren Körper ganz bewusst wahrnehmen. Die ganze Kirche war sogleich in Bewegung. Ein Entscheidungsbaum, der von den 9.Klässlern vorgestellt wurde, machte deutlich, dass es beim Menschen nicht mehr nur darum geht zu atmen, zu gehen, Nahrung zu sich zu nehmen, sondern dass man sich jeden Tag viele Gedanken darüber macht, welche Entscheidungen man treffen sollte, um alles richtig zu machen und alle Erwartungen, die andere Menschen stellen, zu erfüllen. In einem Rollenspiel machten dies die 6.Klässler deutlich: Hausaufgaben machen, auf Klassenarbeiten lernen, pünktlich sein, den neuesten Trends nachkommen, die Aufgaben zuverlässig und schnell ausführen. Treffend benannten die Kinder das Problem: Oft fühlt man sich wie eine Maschine, großem Druck ausgesetzt. Vom Schulchor erklang daraufhin das Lied „Keine Maschine“, bevor die 10.Klässler der Frage nachgingen, was die Unterschiede zwischen einem Menschen und einer Maschine sind. Die Schülersprecher, die durch den Impuls führten, vertieften diese Unterscheidung und brachten die Gäste zum Nachdenken, während die Instrumental-AG eine Ballade spielte. Die Geschichte vom Holzfäller zeigte auf, dass der Mensch dem Druck und den Anforderungen nicht alleine standhalten muss, sondern dass er in einer Gemeinschaft lebt und arbeitet. Jede und jeder ist mit seinen Fähigkeiten wichtig und so kann man sich unterstützen und sich gegenseitig entlasten. Dass die gegenseitige Unterstützung wertvoll sein kann, wurde beim Basteln von kleinen Herzen klar. Viele Gäste halfen den Sitznachbarn, sodass viele schöne Herzen entstanden. Bevor die Schülersprecher Ideen gaben, wie man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen kann, dass jeder von uns ein Mensch ist, spielte die Klasse 5b ein Musikstück auf Orff-Instrumenten. Zum Abschluss erhielten die Besucher eine wichtige Botschaft: den Moment leben und sich sicher sein, dass es immer liebende Menschen im Umfeld gibt. Vor den Dankes- und Schlussworten sang der Schulchor das Lied „Wir leben den Moment“.










